The Robin Currency
A fully functioning currency system based on prime numbers.
The coin and notes of any denomination each correspond to one prime number and are therefore unique. Other currencies such as Swiss Francs, Euros or British Pound can be exchanged for ROBIN™. The currency can be freely traded and the fluctuating exchange rates reflect the market value.
Die Robin™ Währung – Stéphanie Egli



Robin Bhattacharya – Die Robin™ Währung (2008)


Mit seiner Installation Die Robin™ Währung hinterfragt Robin Bhattacharya auf subtile Weise die Mechanismen des internationalen Marktes und insbesondere des Kunstmarktes. Hinter einer Theke verkauft der Künstler während der ganzen Art Basel seine eigene Währung, die Robin™. Das besondere dieser Währung: Sie besteht ausschliesslich aus Primzahlen, wobei die kleinste – die 2 Robin™ – Münze – den grössten Wert hat und die Note mit der höchsten Zahl am günstigsten zu ergattern ist. Dieses auf den ersten Blick paradoxe System erweist sich als absolut logisch, wenn man bedenkt, dass sich unendlich viele Primzahlen produzieren lassen, sodass die einstelligen, kleinen Primzahlen den höchsten Seltenheitswert besitzen und die drei- oder vierstelligen, wovon es viel mehr gibt, so gut wie wertlos sind.


Indem Robin Bhattacharya seine Kunst in Form einer Währung vorstellt, führt er uns die Tatsache vor Augen, dass Kunst nichts anderes als Geld ist. Damit greift der Künstler die aktuelle Tendenz internationaler Investoren auf, Kunstobjekte als Geldanlage und Tauschware zu benutzen und kritisiert diese Praktik zugleich. Vor allem aber schafft es der Künstler, den Kontext seiner Installation, also die Art Basel selbst zu hinterfragen. Tatsächlich stellt die Messe eines der wichtigsten Treffen für Professionelle der Kunst-branche aus aller Welt dar und dient vorrangig als Marktplattform der zeitgenössischen Kunst. Indem er sich also der Regeln des Kunstmarktes bewusst bedient und sie sogar ad absurdum führt, zwingt Robin Bhattacharya den Betrachter, über das Wesen selbst der zeitgenössischen Kunst zu reflektieren.

Stéphanie Egli

12.06.2008


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