The Robin Currency
ist ein voll funktionierendes Währungssystem, basierend auf Primzahlen.
Die Münze und die Noten jeder Denomination entsprechen jeweils einer Primzahl und sind somit Unikate. Andere Währungen wie Euro, Dollar oder Schweizer Franken können in ROBIN™ gewechselt werden. Mit der Währung kann frei gehandelt werden und die fluktuierenden Kurse passen sich dem Marktwert an.

kuntsbulletin 5/2009

In: Georg Keller – Das Werk eines Arbeiters





In der letztjährigen Swiss Art Awards-Ausstellung blieb Keller nicht der einzige Kunstkapitalist: Robin Bhattacharya hat mit seinem RobinTM ein Zahlungsmittel geschaffen, das wie eine herkömmliche Währung funktioniert, nur dass der Wechselkurs an den Marktwert des Künstlers gebunden ist;





kuntsbulletin 5/2009


Die Robin™ Währung – Stéphanie Egli



Robin Bhattacharya – Die Robin™ Währung (2008)


Mit seiner Installation Die Robin™ Währung hinterfragt Robin Bhattacharya auf subtile Weise die Mechanismen des internationalen Marktes und insbesondere des Kunstmarktes. Hinter einer Theke verkauft der Künstler während der ganzen Art Basel seine eigene Währung, die Robin™. Das besondere dieser Währung: Sie besteht ausschliesslich aus Primzahlen, wobei die kleinste – die 2 Robin™ – Münze – den grössten Wert hat und die Note mit der höchsten Zahl am günstigsten zu ergattern ist. Dieses auf den ersten Blick paradoxe System erweist sich als absolut logisch, wenn man bedenkt, dass sich unendlich viele Primzahlen produzieren lassen, sodass die einstelligen, kleinen Primzahlen den höchsten Seltenheitswert besitzen und die drei- oder vierstelligen, wovon es viel mehr gibt, so gut wie wertlos sind.


Indem Robin Bhattacharya seine Kunst in Form einer Währung vorstellt, führt er uns die Tatsache vor Augen, dass Kunst nichts anderes als Geld ist. Damit greift der Künstler die aktuelle Tendenz internationaler Investoren auf, Kunstobjekte als Geldanlage und Tauschware zu benutzen und kritisiert diese Praktik zugleich. Vor allem aber schafft es der Künstler, den Kontext seiner Installation, also die Art Basel selbst zu hinterfragen. Tatsächlich stellt die Messe eines der wichtigsten Treffen für Professionelle der Kunst-branche aus aller Welt dar und dient vorrangig als Marktplattform der zeitgenössischen Kunst. Indem er sich also der Regeln des Kunstmarktes bewusst bedient und sie sogar ad absurdum führt, zwingt Robin Bhattacharya den Betrachter, über das Wesen selbst der zeitgenössischen Kunst zu reflektieren.

Stéphanie Egli

12.06.2008


Der Bund, 04.06.2008

Junge Kunsttrends bei den «Swiss Art Awards» und dem Eidgenössischen Wettbewerb für Kunst


Mediale Bilder und rätselhafte Räume


Medienkunst dominiert in diesem Jahr die Ausstellung «Swiss Art Awards», die seit 1994 in zeitlicher und räumlicher Nachbarschaft zur Art Basel stattfindet. Nur wenige Auszeichnungen gingen an Berner Kunstschaffende.





Zwei junge Berner Künstler finden sich unter den Preisträgern des Kiefer Hablitzel Wettbewerbs. Der in London lebende Berner Robin Bhattacharya arbeitet im Bereich Video, Performances und Internet.





Der Bund – Bern, Schweiz
04.06.2008


(English) (Français) Le Temps, 03.06.2008

Un art jeune épris des formes et des gens


TENDANCE. Les Prix fédéraux d’art et de la Fondation Kiefer-Hablitzel ont été attribués hier à Bâle à une trentaine de créateurs. Où l’on constate un regain d’intérêt pour le débat esthétique mais aussi une sollicitude envers les êtres.





Toni Stoos nous le faisait observer: «On constate un retour aux préoccupations formelles. Ce que nous avons essayé de compenser en nous voulant réceptifs à des travaux à connotations plus sociales, comme celui de Robin Bhattacharya avec sa mise en scène d’un bureau de change et de ses transactions».





Le Temps – Geneve, Suisse
03.06.2008


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